Einheimische Wildblumenmischungen

einjährig

Unsere einjährige Wildblumenmischung im Detail: Wir stellen euch alle Pflanzen, ihre Blütezeiten und ihren Nutzen für Insekten vor

Damit du genau weißt, wer in deinem Garten für Farbe und Summen sorgt, stellen wir dir hier alle Pflanzen unserer einjährigen Mischung einzeln vor. Erfahre alles über ihre Blütezeit, ihren ökologischen Nutzen und welche Insekten – von der Honigbiene bis zur Wildbiene – sich besonders über dieses Buffet freuen.

Sommer Adonisröschen

Sommer Adonisröschen (einjährig)


Blütezeit: Mai bis Juli.


Nutzen (Pollen & Nektar): Es bietet ein gutes Pollenangebot, produziert aber keinen Nektar. Das bedeutet, Insekten kommen hierher, um gezielt Kraftfutter für ihren Nachwuchs zu sammeln, finden dort aber nichts zu „trinken“.


Besucher (Insekten):

Vor allem Wildbienen und Honigbienen, die gezielt Pollen sammeln, fliegen auf die auffällig roten Blüten.

Besonders häufig sieht man dort auch Käfer (wie den Wollkäfer oder verschiedene Glanzkäfer), die den Pollen direkt auf der Blüte fressen.

Auch Schwebfliegen nutzen das Pollenangebot sehr gerne.

Acker - Hundsamille

Acker - Hundskamille (einjährig)


Blütezeit: Juni bis September.


Nutzen (Pollen & Nektar): 

Sie bietet ein gutes Nektarangebot und ein mäßiges Pollenangebot. Da sie sehr lange blüht, ist sie eine verlässliche Futterquelle über den Hochsommer hinweg.


Besucher (Insekten): mehrere Maskenbienen,Furchenbienen,Schmalbienen,Seidenbienen,Löcherbienen,Mauerbienen,

v.A Gewöhnliche Löcherbiene,Buckel - Seidenbiene,Rainfarn -Seidenbiene


Auch Schwebfliegen, Käfer und kleine Schmetterlinge besuchen die offenen Blütenkörbe sehr gerne, da sie dort leicht an den Nektar kommen.

Färber Kamille

Färberkamille  einjährig


Blütezeit: Juni bis September.


Nutzen (Pollen & Nektar): Sie ist ein echter Allrounder. Sie bietet ein sehr gutes Nektarangebot (Wert 2 von 4) und ein gutes Pollenangebot (Wert 2 von 4). Da sie über viele Monate blüht, ist sie eine wichtige "Tankstelle" im Hochsommer.


Besucher (Insekten): * Besonders wertvoll für Wildbienen: Über 30 verschiedene Arten wurden an ihr beobachtet, darunter Maskenbienen, Seidenbienen und die spezialisierte Rainfarn-Maskenbiene.


Auch Honigbienen, Schwebfliegen und viele Schmetterlingsarten (wie der Kleine Feuerfalter) lieben die leuchtend gelben Körbchenblüten

Graukresse

Graukresse (einjährig)


Blütezeit: Juni bis Oktober (oft sogar bis in den November hinein).


Nutzen (Pollen & Nektar): Sie ist eine extrem wertvolle Nektarpflanze (sehr hohes Angebot) und bietet zudem ein gutes Pollenangebot. Ihr großer Vorteil ist die späte Blütezeit, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind.


Besucher (Insekten):

Ein absoluter Favorit für Schmetterlinge und Schwebfliegen, in Sand und Lößgebieten v.A Köhler -Sandbiene


Besonders wichtig für Wildbienen (z. B. Furchenbienen und Maskenbienen) und Honigbienen, die hier im Spätsommer wichtige Reserven finden.


Auch Blutströpfchen (Nachtfalter) werden oft an der Graukresse beobachtet.


Die Graukresse verdankt ihren Namen den feinen, grauen Härchen an den Stängeln und Blättern – das macht sie besonders robust gegen Hitze und Trockenheit.

Acker Rigelblume

Acker Ringelblume (einjährig)


Blütezeit: Juni bis Oktober (bei mildem Wetter oft bis in den November).


Nutzen (Pollen & Nektar): Sie bietet ein gutes Nektar- und Pollenangebot. Als "Dauerblüher" ist sie eine der verlässlichsten Nahrungsquellen in der Mischung, besonders wenn andere Wildblumen im Spätsommer bereits Pause machen.Nektar: Bietet ein gutes Angebot (Nektarwert 2 von 4). Sie ist eine wichtige Energiequelle über viele Monate hinweg.


Pollen: Bietet ebenfalls ein gutes Angebot (Pollenwert 2 von 4). Die leuchtend orangefarbenen Pollen sind ein hochwertiges Eiweißfutter für die Brut von Wildbienen.


Nutzen:

Gewöhnliche Löcherbiene (Heriades truncorum) liebt sie, aber auch Schmalbienen und Mauerbienen sind Stammgäste.

Schwebfliegen und Schmetterlinge (wie der Kleine Fuchs oder der Postillon) nutzen sie gerne als Tankstelle.


Auch Marienkäfer und andere Nützlinge halten sich gerne auf den Blüten auf, um dort Jagd auf Blattläuse zu machen.

Rapunzel - Glockenblume

Rapunzel - Glockenblume (einjährig)


Blütezeit: Mai bis Juli.


Nutzen (Pollen & Nektar):

Nektar: Bietet ein gutes Angebot (Nektarwert 2 von 4).

Pollen: Bietet ebenfalls ein gutes Angebot (Pollenwert 2 von 4). Der Pollen ist für spezialisierte Bienen überlebenswichtig.


Besucher (Insekten):

Sie ist die absolute Lieblingsblume der Glockenblumen-Scherenbiene (Chelostoma rapunculi). Diese kleinen Wildbienen sind so spezialisiert, dass sie sogar in den Blüten schlafen!

Mehrere Arten von Sandbienen,Schmalbienen,Scherenbienen,Glockenblumen - Scherenbiene,Glockenblumen - Schmalbiene


Auch andere Glockenblumen-Spezialisten unter den Wildbienen sowie Hummeln und Schwebfliegen besuchen die wunderschönen blauen Glocken sehr zahlreich.

Kornblume

Kornblume (einjährig)


Blühzeit: Von Juni bis Oktober (Hauptblüte Juni bis August). Sie schließt damit die kritische Lücke, wenn die Obstblüte vorbei ist.


Nektarwert: Sehr hoch (4 von 4 Punkten). Der Nektar ist mit einem Zuckergehalt von bis zu 34 % extrem energiereich.

Pollenwert: Hoch (3 von 4 Punkten). Sie liefert massenweise Pollen für die Larvenaufzucht.


Die Kornblume ist ein regelrechter "Insekten-Magnet". Über 100 verschiedene Insektenarten wurden an ihr nachgewiesen, z.b Mehrere Arten der Sandbiene , Furchenbienen, Pelzbienen und Mauerbienen..


Saat -Wucherblume

Saat - Wucherblume (einjährig)


Blühzeit: Von Juni bis Oktober (ähnlich wie die Kornblume).


Nektarwert: Mittel (2 von 4 Punkten).

Pollenwert: Hoch (3 von 4 Punkten). Der leuchtend gelbe Pollen ist für viele Insekten lebensnotwendig.


Besonderheit: Da sie eine Korbblütlerin ist, bietet sie eine große, flache Landebahn für Insekten, die keine langen Rüssel haben. Alles ist "offen serviert", zB mehrere Arten der Schmalbienen, Furchenbienen,Erdhummeln,Schmetterlinge...

Acker Rittersporn

Acker - Rittersporn (einjährig)


Der Acker-Rittersporn ist eine archaische Ackerwildpflanze, die heute leider selten geworden ist.


Blühzeit: Von Juni bis August (manchmal bis in den September).


Nektarwert: Sehr hoch. Der Nektar verbirgt sich tief im namensgebenden "Sporn".

Pollenwert: Mittel.


Besonderheit: Da der Nektar so tief sitzt (bis zu 15 mm), kommen nur Insekten mit sehr langen Rüsseln an die Belohnung. Das macht ihn zu einer exklusiven Futterpflanze, zb für:

Feldhummeln,Gartenhummeln,Blattschneiderbienen,Pelzbienen,Schmetterlinge wie Schwalbenschwanz,oder auch das Taubenschwänzchen.



Wilde Möhre

Wilde Möhre (einjährig)


Blühzeit: Von Juni bis September. Sie blüht also genau dann, wenn viele andere Wiesenblumen schon verblüht sind.


Nektarwert: Mittel (2 von 4 Punkten). Der Nektar ist jedoch leicht zugänglich auf den flachen Dolden ("offenes Buffet").

Pollenwert: Mittel (2 von 4 Punkten)


Wichtig für zb.Zahlreiche Sand ;Furchen - und Schmalbienenarten,Va:Haarstrang-Sandbiene,Giersch-Sandbiene,Bärenklau-Sandbiene,gemeiner Bienenkäfer,verschieden Weichkäfer oder auch die Streifenwanze.

Flachs

Flachs (einjährig)


Blütezeit

Juni bis August: In diesen Sommermonaten bietet der Flachs eine kontinuierliche Nahrungsquelle, da er jeden Morgen neue Blüten öffnet.


Nutzen für die Insekten

Der Flachs ist eine wertvolle Pollen- und Nektarquelle. Sein spezieller Nutzen liegt in der Form der Blüte:


Leichte Zugänglichkeit: 

Da die Blüten flach und offen sind (Schalenblüten), kommen auch Insekten mit kurzen Rüsseln problemlos an den Nektar.

Tageszeitlicher Fokus: Da die Blüten oft schon am frühen Nachmittag verblühen, ist der Flachs ein wichtiges "Frühstück" für Insekten, die am Vormittag besonders aktiv sind.


Hoher Eiweißgehalt: Der Pollen bietet wichtige Nährstoffe für die Aufzucht der Brut.

Wildbienen z.b Schmalbienen oder Maskenbienen aber auch Hummeln,Schwebfliegen,Kleine Falter und Honigbienen.

Geruchslose Kamille

Geruchlose Kamille (einjährig)


Blütezeit

Juni bis Oktober: Sie blüht sehr lange und ausdauernd, was sie zu einer wichtigen Nahrungsquelle bis weit in den Herbst hinein macht.


Nektarwert: 2 (Mittel)

Pollenwert: 2 (Mittel)


Besonderheit: Da sie oft massenhaft auf Äckern und Wegrändern vorkommt, ist sie trotz mittlerer Einzelwerte eine sehr verlässliche "Massentracht".

Insekten (Die Spezialisten)

Die Geruchlose Kamille ist besonders wertvoll für Insekten, die auf Korbblütler spezialisiert sind:

Rainfarn-Seidenbiene,gewöhnliche Löcherbiene,Buckel-Seidenbiene,Korbblütler-Maskenbiene,Schwebfliegen und verschiedene Käfer

Strahlen-Breitsame

Strahlen- Breitsame (einjährig)


Juni bis August: In dieser Zeit zeigt der Strahlen-Breitsame seine charakteristischen weißen Dolden, die am Rand besonders große, "strahlende" Blütenblätter haben.


Nutzen: Pollen- und Nektarwert

Der Strahlen-Breitsame gehört zu den Doldenblütlern (Apiaceae) und ist ökologisch hochinteressant:

Nektarwert: 2 (Mittel) Pollenwert: 2 (Mittel)

Haarstrang-Sandbiene (Andrena paucisquama): Sie ist eine echte Spezialistin! Diese Wildbiene ist oligolektisch, das heißt, sie sammelt Pollen fast ausschließlich an Doldenblütlern. Der Strahlen-Breitsame ist für sie eine überlebenswichtige Nahrungsquelle.

Klatschmohn

Klatschmohn (einjährig)


Blütezeit

Mai bis Juli: Er ist der klassische Vorbote des Sommers. Die einzelne Blüte hält zwar oft nur einen Tag, aber die Pflanze produziert unermüdlich neue Knospen.


Nutzen: Pollen- und Nektarwert

Hier gibt es eine botanische Besonderheit:

Nektarwert: 0 (Keiner!)

Klatschmohn produziert keinen Nektar. Insekten finden hier also nichts zu trinken.

Pollenwert: 4 (Höchstwert!)


Er ist eine reine Pollen-Quelle, dafür aber eine der besten, die es gibt. Die schwarzen Staubbeutel produzieren riesige Mengen an nahrhaftem, dunklem Pollen.

Mauerbiene,Mohn-Mauerbiene(spezialisiert!),Hummeln,Honigbienen, Schwebfliegen

Hederich

Hederich (einjährig)


Blütezeit

Mai bis August: Er ist ein klassisches Ackerbeikraut, das den ganzen Sommer über blüht. Die Blüten können weiß oder hellgelb sein und haben oft feine, dunkle Adern.


Nutzen: Pollen- und Nektarwert

Der Hederich gehört zu den Kreuzblütlern und ist eine hervorragende Futterpflanze:

Nektarwert: 3 (Gut)

Er bietet eine sehr verlässliche und reichhaltige Nektarquelle, was ihn bei vielen Insekten beliebt macht.

Pollenwert: 3 (Gut)

Der Pollen ist nahrhaft und wird in großen Mengen produziert.

Insekten:

Zahlreiche Sandbienenarten,v.a zweizellige Sandbiene,lokal blauschillernde Sandbiene

Nelken  - Leimkraut

Nelken - Leimkraut (einjährig)


Blütezeit

Juni bis September: Es blüht den ganzen Hochsommer über und sorgt für leuchtend pinke Farbtupfer im Beet.


Nutzen: Pollen- und Nektarwert

Nektarwert: 2 (Mittel) Pollenwert: 1 (Gering)

Besonderheit: Der Nektar verbirgt sich am Ende einer schmalen Röhre. Das bedeutet, dass nicht jedes Insekt herankommt – es ist eher eine Pflanze für die "Spezialisten" mit langen Rüsseln.

Pelzbienen,Garten-Wollbienen,Nachtfalter,Hummeln

Gelb- Senf

Gelb - Senf (einjährig)


Blütezeit

Juni bis Oktober: Der Gelbsenf ist ein Schnellstarter. Er wird oft als Gründüngung nach der Getreideernte gesät und blüht dann bis weit in den Herbst hinein, wenn viele andere Blumen schon verblüht sind.

Nutzen: Pollen- und Nektarwert

Wie die meisten Kreuzblütler ist er eine erstklassige Futterquelle:

Nektarwert: 3 (Gut)

Er produziert sehr zuverlässig Nektar, was ihn zu einer wichtigen "Trachtpflanze" macht.

Pollenwert: 2 (Mittel)


Er bietet soliden Pollen, der besonders für spezialisierte Bienen wichtig ist.

Zahlreiche Sandbienenarten,v.a.Zweizellige Sandbiene,lokal blau schimmernde Sandbiene,Honigbienen,Hummeln,Schmetterlinge: Viele Weißlinge (wie der Große und Kleine Kohlweißling) nutzen den Senf nicht nur als Nektarquelle, sondern auch zur Eiablage.

Acker- Senf

Acker - Senf (einjährig)


Blütezeit

Mai bis Oktober: Er hat eine extrem lange Blühphase. Die Hauptblüte liegt im Frühsommer, aber er treibt oft bis zum ersten Frost immer wieder neue Blüten aus.

Nutzen: Pollen- und Nektarwert

Der Acker-Senf ist eine der besten "All-you-can-eat"-Stationen in der Natur:


Nektarwert: 4 (Höchstwert!)

Er produziert massenhaft Nektar, der durch die offene Blütenform sehr leicht zugänglich ist.

Pollenwert: 3 (Gut)

Der hellgelbe Pollen ist sehr proteinreich und bei Bienen heiß begehrt.

Zahlreiche Sandbienenarten,v.a Zweizellige Sandbiene,lokal blau schimmernde Sandbiene,Schmetterlinge: Er ist eine wichtige Nektarquelle für den Aurorafalter und verschiedene Weißlinge.

Schwebfliegen & Nutzinsekten: Da der Senf auch viele Blattläuse anziehen kann, lockt er gleichzeitig Schwebfliegen an, deren Larven natürliche Schädlingsbekämpfer sind.

Kuhkraut

Kuhkraut (einjährig)

Das Kuhkraut steht auf der roten Liste!!!

Blütezeit

Juni bis August: In diesen Sommermonaten entfaltet das Kuhkraut seine blassrosa Blüten.


Nektarwert: 2 (Mittel): Die Pflanze bietet eine solide Menge an Nektar an.

Pollenwert: 2 (Mittel): Auch der Pollen ist für viele Insekten eine gute Futterquelle.


Besonderheit: Da die Blütenröhre recht schmal und tief ist, wird der Nektar gut geschützt, was ihn für spezialisierte Insekten reserviert.Insekten

Wegen der speziellen Blütenform triffst du hier vor allem auf:

Tagfalter: Sie sind die Hauptbesucher, da sie mit ihren langen Rüsseln perfekt an den Nektar im Inneren gelangen.

Wildbienen: Vor allem Arten mit längeren Rüsseln (wie Pelzbienen) oder kräftige Hummeln besuchen das Kuhkraut.

Schwebfliegen: Sie nutzen oft den leicht zugänglichen Pollen an den Staubbeuteln.


Wildes Stiefmütterchen dreifarbig

Wildes Stiefmütterchen dreifarbig (einjährig)


Blütezeit

Mai bis September: Es ist ein Dauerblüher. Bei mildem Wetter zeigt es oft schon im April seine ersten dreifarbigen Gesichter und hält tapfer bis in den Herbst durch.


Nutzen: Pollen- und Nektarwert

Nektarwert: 2 (Mittel)

Der Nektar befindet sich in einem kleinen Sporn am hinteren Ende der Blüte.

Pollenwert: 1 (Gering)

Es produziert eher kleine Mengen Pollen, ist aber dennoch eine wichtige Ergänzungsquelle.


Insekten

Das Stiefmütterchen hat ein ganz besonderes "Leitsystem": Die dunklen Striche auf den unteren Blütenblättern dienen als Saftmale. Sie zeigen den Insekten wie eine Landebahn genau, wo der Nektar versteckt ist.


Hummeln: Vor allem Arten mit mittellangen Rüsseln (wie die Ackerhummel) besuchen die Blüten sehr gerne.

Wildbienen: Kleinere Wildbienenarten nutzen die Blüten oft als Landeplatz, um an den Nektar zu gelangen.

Schmetterlinge: Besonders der Kaisermantel und andere Perlmuttfalter-Arten nutzen das Wilde Stiefmütterchen nicht nur als Nektarquelle, sondern auch als wichtige Raupenfutterpflanze. Ohne Veilchengewächse können sich diese Falter nicht vermehren.

Wegerichblättriger Natternkopf

Wegerichblättriger Natternkopf (einjährig)


Blütezeit

Juni bis September: Er blüht den ganzen Sommer über und ist sehr ausdauernd. Oft zeigt er seine Pracht sogar bis in den Oktober hinein, wenn es mild bleibt.

Nutzen: Pollen- und Nektarwert

Der Natternkopf gilt unter Imkern und Naturschützern als eine der besten Bienenweiden überhaupt:

Nektarwert: 4 (Höchstwert!)

Er produziert fast den ganzen Tag über sehr reichhaltig Nektar, der durch die Blütenform vor Verdunstung geschützt ist.

Pollenwert: 3 (Gut)

Der Pollen ist oft auffällig bläulich gefärbt und wird in großen Mengen abgegeben.


Insekten (Die Natternkopf-Fans)

An dieser Pflanze ist eigentlich immer "Stau", weil so viele Insekten sie lieben:

Natternkopf-Mauerbiene (Osmia adunca): Sie ist eine absolute Spezialistin und sammelt Pollen fast ausschließlich an Natternkopf-Arten, Diese sind einer der  Hauptnutzerinnen von Bambus - Nisthilfen! Wenn du Natternkopf in der Nähe hast, ist die Chance riesig, dass sie bei dir einzieht.

Hummeln: Wegen des tiefen Nektars sind besonders die langrüsseligen Arten wie die Gartenhummel ständige Gäste.

Schmetterlinge: Der Natternkopf ist eine wichtige Tankstelle für viele Falter, darunter das Tagpfauenauge und der Distelfalter.

Wollbienen: Auch sie patrouillieren gerne an diesen Blüten, um Nektar zu trinken und ihr Revier zu verteidigen.

Weiße Resede

Weiße Resede (einjährig)


Blütezeit

Juni bis September: Sie gehört zu den Sommerblühern und zeigt ihre weißen, duftenden Blütenähren über viele Wochen hinweg.

Nutzen: Pollen- und Nektarwert

Die Resede ist eine heimliche Heldin im Garten, da sie sehr verlässlich Nahrung bietet:

Nektarwert: 3 (Gut)

Sie produziert reichlich Nektar, der für viele Insekten leicht erreichbar oben in den kleinen Einzelblüten sitzt.

Pollenwert: 2 (Mittel)

Der Pollen ist eine wichtige Eiweißquelle und wird von spezialisierten Bienen gezielt gesammelt.

Insekten (Die Reseden-Spezialisten)

Die Weiße Resede lockt ganz besondere Gäste an:

Reseden-Maskenbiene (Hylaeus signatus): Diese kleine, schwarze Wildbiene ist eine echte Spezialistin. Sie sammelt ihren Pollen fast ausschließlich an Reseden. Da Maskenbienen auch gerne in meine Bambusröhren einziehen, ist diese Pflanze die perfekte "Vorratskammer" direkt vor ihrer Haustür.

Reseden-Säbelbiene: Eine weitere spezialisierte Wildbienenart, die auf das Vorkommen von Reseden angewiesen ist.

Schmetterlinge: Der Reseda-Weißling (ein hübscher Falter) nutzt die Pflanze nicht nur zum Nektartrinken, sondern legt dort auch seine Eier ab, damit die Raupen an den Blättern fressen können.

Honigbienen: Auch sie schätzen den Duft und den reichhaltigen Nektar sehr.